Eine kleine Geschichte des Bildungswerkes

Seit 1971 ist die Evangelische Bildungsarbeit im Kirchenbezirk eine feste Größe. Ein kurzer Abriß ihrer Entstehung, der Bildungsreferent*innen und Vorsitzenden.

Vom Testbezirk zur etablierten Einrichtung

Vor 40 Jahren hat die Württembergische Landeskirche zunächst einige wenige Testbezirke ausgewählt, in denen nach einer neuen Konzeption „Evangelische Erwachsenbildung“ neben den Aufgaben im Pfarramt erprobt werden sollte.

Chronologie der Bildungsreferent*innen

Der Kirchenbezirk Mühlacker war dabei und diente zunächst eine Weile als Testbezirk der Landeskirche. Der erste Bildungsreferent war Waldemar Scheffler, der diese Aufgabe von 1971 bis 1994 wesentlich geprägt hat. Ich dieser Zeit entstand auch der Verein „Hilfe für Litauen e.V.“ (1994)

Die folgenden zehn Jahre wurden von Joachim Knoche und von Renate Unger jeweils für 5 Jahre geleitet. Beide waren als staatliche Lehrkräfte für die Aufgabe im Bildungsbereich des Kirchenbezirks vom Schuldienst  freigestellt. Seit dem Ende dieser Phase arbeiten beide wieder als Lehrer und Lehrerende im Schuldienst.

Im Jahr 2005 wurde das Bildungswerk im Kirchenbezirk neu zugeschnitten und gekürzt auf 60% Umfang. Bis zum 30. September 2018 war Diakon Thomas Knodel für die Erwachsenenbildung zuständig. Neben diesem Schwerpunkt hatte er auch  einen Dienstauftrag in der Kirchengemeinde Illingen und im Kirchenbezirk Mühlacker.

Seit dem 1. Oktober 2018 ist Diakon Michael Gutekunst geschäftsführender Bildungsreferent. Neben dieser Aufgabe mit 50% Umfang hat er Dienstaufträge im Bereich Öffentlichkeitsabeit und Partnerschaftsarbeit mit Tansania.

Als bezirksbeauftragte Pfarrer*innen waren im Bereich Evangelische Bildung tätig

 

  • Pfarrer Gottfried Dinkelaker, Mai 1971 bis 1974
  • Pfarrer Dieter Fett, 1978 - 1989
  • Pfarrer Traugott Plieninger,1990 - 1996
  • Pfarrer Roland Kammerlohr, Juni 1998 - 2007
  • Pfarrerin Franziska Müller, 2012

 

Chronologie der Bildungsreferent*innen

Der Kirchenbezirk Mühlacker war dabei und diente zunächst eine Weile als Testbezirk der Landeskirche. Der erste Bildungsreferent war Diakon Waldemar Scheffler, der diese Aufgabe von 1971 bis 1994 wesentlich geprägt hat. Ich dieser Zeit entstand auch der Verein „Hilfe für Litauen e.V.“ (1994)

Die folgenden zehn Jahre wurden von Joachim Knoche und von Renate Unger jeweils für fünf Jahre geleitet. Beide waren als staatliche Lehrkräfte für die Aufgabe im Bildungsbereich des Kirchenbezirks für jeweils fünf Jahre freigestellt. Seit dem Ende dieser Phase arbeiten sie wieder als Lehrer und Lehrerin im Schuldienst.

Im Jahr 2005 wurde das Bildungswerk im Kirchenbezirk neu zugeschnitten und gekürzt auf 60% Umfang. Bis zum 30. September 2018 war Diakon Thomas Knodel für die Erwachsenenbildung zuständig. Neben diesem Schwerpunkt hatte er auch  einen Dienstauftrag in der Kirchengemeinde Illingen und im Kirchenbezirk Mühlacker.

Seit dem 1. Oktober 2018 ist Diakon Michael Gutekunst geschäftsführender Bildungsreferent. Neben dieser Aufgabe mit 50% Umfang hat er Dienstaufträge im Bereich Öffentlichkeitsabeit und Partnerschaftsarbeit mit Tansania.

4 Vorsitzende in 40 Jahren

 

Maria Kiefner leitete als ehrenamtliche Vorsitzende von Juni 1971 bis 1975 das Bildungswerk.

35 Jahre lang begleitete Heinz Daferner als ehrenamtlicher Vorsitzender das Evangelische Bildungswerk im Kirchenbezirk Mühlacker. Bei einem Festakt, in dem auch die palästinensisch-israelische Künstlerin Revital Herzog mit einem Erzählkonzert auftrat, aus diesem Ehrenamt verabschiedet und bedankt.
1982 wurde Heinz Daferner, der in Sternenfels wohnt, vom damaligen Bildungsreferenten Waldemar Scheffler für die Mitarbeit in der Evangelischen Erwachsenenbildung angefragt. Schnell entwickelten sich die Zuständigkeiten und Begabungen so, dass Daferner, von Beruf Lehrer und Schulleiter, im Mai des selben Jahres als ehrenamtlicher Vorsitzender der Evangelischen Erwachsenenbildung gewählt wurde.
Daferner leitete zusammen mit den jeweiligen Bildungsreferenten den Arbeitskreis, vertrat das Bildungswerk auf der Landesebene bei Sitzungen und gab viele Impulse für die Arbeit vor Ort in den Kirchengemeinden.
Die Tage der Evangelischen Erwachsenbildung waren ihm ein Anliegen. So gelang es ihm zum Beispiel in Kooperation mit den Grünen 2010 die damalige Präses der EKD Synode Katrin Göring-Eckhardt zu einem Vortrag in Mühlacker zum Thema Evangelische Freiheit  zu gewinnen.

Die neuen Vorsitzenden der Evangelischen Erwachsenenbildung sind Judit Knöller aus Illingen und Werner Hupbauer aus Oberderdingen.

Wissen und Erfahrung machen Bildung aus,
und Menschen suchen danach.

Ein Auszug aus den Leitgedanken evangelischer Erwachsenenbildung macht das deutlich:

„Evangelische Bildungsarbeit ist eine Wesensäußerung der Kirche – von Anfang an und insbesondere seit der Reformation. Evangelische Erwachsenenbildung zeigt ihr Profil, indem sie die Suche nach einem persönlichen, verständigen und urteilsfähigen Glauben fördert. Gegen den Trend, Glaubensfragen ins Private abzudrängen steht evangelische Erwachsenenbildung für die öffentliche Diskussionsfähigkeit von religiösen Fragen. Evangelische Erwachsenenbildung nimmt die gesellschaftliche Mitverantwortung ernst und unterstützt die Verständigung über gemeinsame Wertevorstellungen und die Dringlichkeit der Verringerung gesellschaftlicher Unterschiede“, so ein Auszug aus dem Selbstverständnis evangelischer Erwachsenenbildung.

„Trenne die Bildung des Kopfes nie von der Bildung des Herzens“ (Johann Michael Sailer) Diesem Grundsatz möchten die Bildungswerker im Kirchenbezirk Mühlacker treu bleiben. Es ist die Fähigkeit, sich einzufühlen, auf andere zu achten und Körper und Geist im Blick zu haben.