Tafelladen in der Krise - Bitte um Hilfe

Der Tafelladen ist aktuell dringend auf Spenden von nichtverderblichen Lebensmitteln wie Mehl, Öl, Zucker u.a.m) und Dingen des täglichen Bedarfs, z.B. Seife, Hygieneartikel etc. ... angewiesen.

 
 

Kundschaft und Mitarbeitende durch Corona betroffen

Pfarrer Hans-Ulrich Läpple, Beisitzer im Trägerverein der Mühlacker Tafel, erzählt wie der Betrieb des Tafelladens zur Corona-Pandemie ablief:

 

Der Lockdown des öffentlichen Lebens betraf auch den Tafelladen in Mühlacker. Für Menschen, die auf die günstigen Lebensmittel der Tafel angewiesen sind, war das eine Zumutung. Die Coronakrise traf gerade sie in besonderem Maße. Außerdem gehören viele unserer ehrenamtlichen Tafelmitarbeitnden zur Risikogruppe. Sie galt es zu schützen.

 

Tafelladen musste schließen, um neues Konzept zu erarbeiten

Uns blieb keine andere Wahl, als den Tafelladen zu schließen. Herr Hertzke, unser hauptamtlich Angestellter, konnte Kontakt zu etlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufbauen.

Es wurde ein Konzept erarbeitet für einen „Outdoor-Tafelladen. So gut es ging sollte der Verkauf ins Freie verlegt werden. Ein Zelt wurde aufgebaut, um dort Gemüse und Obst anzubieten.

Ein Kühlregal wurde ebenso unter freien Himmel gestellt. Und schließlich wurden im Vorraum des Tafelladens einige Waren wie Mehl, Brot, Nudeln, Öl usw. angeboten.

Mitte April eröffnete der „Outdoor-Laden"

Die Kundinnen und Kunden stellten sich an Markierungen, die auf den Boden unseres großen Hofes gesprüht wurden, auf. Mittels Absperrbänder wurde eine „Einbahnstraße“ etabliert. So versuchten wir die Abstandsregelungen zu gewährleisten. Jeweils nur eine Person ging dann von einer Einkaufsstation zur nächsten. Mund- und Nasenschutz war vorgeschrieben.

„Bezahlt“ wurde am Ausgang. Allerdings wurden nicht wie sonst üblich im Tafelladen die Preise in eine Kasse eingetippt. Nein, alles wurde mit der Bitte um eine Spende an die Kund*innen abgegeben.

Oft waren es 50 oder 60, manchmal sogar über 70 Personen, die im Tafelladen einkauften.

Miteinander der Generationen und Kulturen im Tafelladen als Hoffnungszeichen

Wer den Tafelladen aufsuchte, konnte das Engagement auch der jungen Mitarbeiter*innen wahrnehmen. Es war ein bunt gemischter Haufen: katholische Pfadfinder, Schüler und Schülerinnen, die ein Sozialpraktikum absolvierten, Pfadfinder der FeG, Jugendwerks-Verbunde. Es war beeindruckend zu sehen, wie hier junge Christenmenschen aus den verschiedenen Gemeinden und Kirchen unserer Stadt und dem Umland mithalfen den Armen zu dienen.

Die Krise war an dieser Stelle auch eine Chance: Ökumene wurde sichtbar, genauso wie das Miteinander der Generationen und Kulturen. Ein Hoffnungszeichen.

Mitte Juni soll der übliche Tafelladenbetrieb wieder aufgenommen werden.Wir freuen uns, wenn Sie uns nicht vergessen und unsere Arbeit unterstützen.

Hans-Ulrich Läpple im Mai 2020